
Wilhelm Steinhausen, Rumpelstilzchen, 1873/74, 39,9 x 32,2 cm, Privatbesitz
Märchenszenen bzw. Illustrationen zu Erzählungen bekannter Schriftsteller gibt es sowohl in Ölgemälden, Aquarellen als auch in Zeichnungen.
Bekannt sind beispielsweise die zusammengehörigen und 1873/74 entstandenen Gemälde nach Vorlagen der Gebrüder Grimm:„Rumpelstilzchen“, „die Gänsemagd“ und „Einäuglein, Zweiäuglein, Dreiäuglein“.
Zu den Büchern, die Steinhausen illustrierte, gehören neben Märchen auch Gedichte und Erzählungen:
- 1873 Clemens Brentano, Chronika eines fahrenden Schülers, Druck 1898
- 1874 Clemens Brentano, Ausgewählte Gedichte
- 1876 Adalbert von Chamisso, Peter Schlemihl’s wundersame Geschichte, 11 Zeichnungen von W. Steinhausen und Adolf Schmitz
- 1880 Wilhelm Kaulen, Geschichte des Alltaglebens
- 1880 Wilhelm Kaulen, Die Thierwelt des Alltaglebens
- 1881 Heinrich Steinhausen, Irmela. Eine Geschichte aus alter Zeit
- 1884 Jacob Michael Reinhold Lenz, Dramatischer Nachlass
- 1886 Heinrich Steinhausen, Irmela. Eine Geschichte aus alter Zeit, Prachtausgabe
- 1886 Wie es Schneewittchen bei den sieben Zwergen erging: Zunächst nur für die eigenen Kinder gedacht, ließ Steinhausen im Jahr 1886 das Märchen drucken; die Texte dazu schrieb Johann Friedrich Hoff.
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Wandgemälde in privaten Wohnhäusern
Zur Gattung der Literaturillustration zählen auch einige Wandgemälde, die Steinhausen in Villen und Geschäftshäusern in Frankfurt am Main, gebaut von Simon Ravenstein, ausführte:
- 1876–1880 Reuterweg 60 (= Villa Ludo Meyer): innen: Sommernachtstraum (nach William Shakespeare); 1881 außen: Eos und Titon (nach Ovid); Mutter, ihren Kindern Märchen erzählend;
- 1882 Gärtnerweg 10: außen: Geschichte des Tobias; innen: „Wie Frau Poesie vom Ritter Renaissance gefunden und erobert wird“, eine von Steinhausen selbst erfundene Geschichte;
- 1882 Gärtnerweg 16: innen: Frau Holle